VfB Oberweimar | Übersicht Vereinschronik

VfB Oberweimar e.V.

Der Fussball- und Kegelverein im Süden der Kulturstadt Weimar

Geschichte des Fußballs in Oberweimar

Oberweimar kann auf über 100 Jahre Sportgeschichte zurückblicken. Die folgende Auflistung stellt eine kurze Übersicht da.
Für alle Interessenten, die sich eingehender über unserer Vereinsgeschichte informieren wollen, bieten wir unsere Vereinschronik an, die 2018 erschienen ist und für die wir 2019 den 2. Preis beim Landessportbund in der Kategorie "Sport und Geschichte" erhalten haben.

Wer die ca. 100 Seiten umfassende Chronik erwerben möchte, kann sich direkt an den VfB Oberweimar wenden:
E-Mail: info@vfb-oberweimar.de
Handy / WhatsApp: 0151 / 55041640
Kosten 10 EUR

Jahnbund Oberweimar

  • Gründung 1896
  • Jahnbund war Mitglied in der Deutschen Turnerschaft und ist somit als „bürgerlicher“ Verein einzustufen
  • 1910 hat der Jahnbund 82 Mitglieder (darunter waren 25 Kinder)
  • Turnhalle befand sich am Klosterweg 6 (ab Ende der 1920-er Jahre)
  • Nach dem 1. Weltkrieg wird der Fußballsport in Oberweimar sehr populär. Am 2. Juni 1919 wird der Fußballklub Concordia Oberweimar gegründet. Der Verein existierte nur kurze Zeit und die Fußballer schlossen sich dem Jahnbund Oberweimar an.
  • Aufnahme des Jahnbundes Oberweimar in den Verband Mitteldeutscher Ballspielvereine (VMBV). Teilnahme am Spielbetrieb der III. Klasse im Gau Ostthüringen mit zwei Herrenmannschaften.

    Jahnbund Oberweimar gegen die Spielvereinigung Jena 1921
    Das Spiel fand an der Pappelallee statt. Unsere Fußballer stehen in der zweiten Reihe.
  • Ab 1921 gab es auch eine Knabenmannschaft, deren Spielbetrieb von den Sportbrüdern Lothar Koch, Max Glas und Otto Küchler organisiert wurde.
    Den ersten sportlichen Erfolg errang die Knabenmannschaft durch den Gewinn der Gaumeisterschaft 1922/23 unter Jugendleiter Otto Funke.
  • Im Jahr 1922 setzte die Führung der Deutschen Turnerschaft eine reinliche Trennung von Turnen und Sport durch, was ein Verbot eine Doppelmitgliedschaft der Turnvereine mit anderen Verbänden bedeutete.
    Unsere Fußballer wurden dadurch gezwungen, einen eigenen Verein zu gründen.


VfB Oberweimar (1922 - 1945)

  • Am 22. Dezember 1922 Gründung des VfB Oberweimar im „Wiener Kaffee“ in der Schillerstraße.
  • Erste Aufgabe des neuen Vereins war die Errichtung eines Sportplatzes, der auch für den Wettkampfbetrieb geeignet war. Am südlichen Ende des Goetheparks wird der Sportplatz In der Aue errichtet.
  • Neben dem Fußballsport wurde auch Faustball, Handball und Leichtathletik betrieben. Der damals bekannteste Leichtathlet unseres Vereins war Fritz Lösch. 1923 gewann er die Mitteldeutschen Meisterschaften im Speerwurf und Diskus.
  • Im Jahr 1925 hatte der Verein 50 Mitglieder

    Mannschaftsfoto von 1926 (Aufgenommen am Sportplatz In der Aue)
  • 1928 gibt es ein neues Vereinslogo, was von Engelbert Schoner entworfen wurde. Der bekannte Grafiker begann damals sein Studium als Meisterschüler an der Kunsthochschule Weimar bei Alexander Olbricht.

    Die gewählte Schriftart und einfache Schwarz/Weiß-Grafik
    erinnern an die Bauhaus-Logos
  • Am 1. Juni 1930 Einweihung des neuen Sportplatzes Ilmgarten am Steinbrückenweg gegenüber der Elektrotechnischen Fabrik Carl (später EOW). Der Platz wurde hauptsächlich durch Eigenleistungen der Vereinsmitglieder errichtet.

    Sportplatz Ilmgarten kurz vor der Fertigstellung
  • Sportliche Erfolge:
    In der Saison 1931/1932 spielten die 1. Herren für ein Jahr in der I. Gauklasse Ostthüringens
    Gewinn der Stadtmeisterschaft 1931. Im Halbfinale konnten sich unsere 1. Herren gegen die Elf von VfL/MSV Richthofen Weimar mit 1:0 durchsetzen. Im Finale wurde der SC Weimar vor einigen tausend Zuschauern mit 4:2 besiegt.

    Mannschaftsfoto von 1933 (Aufnahmeort unbekannt)
  • 1941 ist Mitgliederstand durch Einberufungen zu Heeres- u. Arbeitsdienst von 81 auf 33 gesunken
    Für die Elektrotechnische Fabrik Carl wird neben dem Spotplatz Ilmgarten ein Arbeitslager errichtet
  • 1944 wird das Arbeitslager erweitert und dabei die Fläche des Sportplatzes mit Baracken bebaut - Das ist das Ende des Sportplatzes Ilmgarten am Steinbrückenweg
  • Nach Kriegsende verfügen die Alliierten im Dezember 1945 das Verbot aller Sportvereine und deren Auflösung bis zum 1. Januar 1946. Diese Entwicklung bedeutet das vorläufige Ende der Fußballvereins VfB Oberweimar.

BSG Motor Süd Oberweimar

  • Am 14. September 1946 wurde die Sportgemeinschaft Oberweimargegründet
  • Am 1. April 1947 erfolgt die Platzweihe des Parksportplatzes mit einem Osterturnier. Im Finale gewinnt Falkenburg Weimar I. gegen Weimar Ost I. mit 4:3

    Unsere Fußballer auf dem Parksportplatz 1949
  • Am 25. Juni 1949 erfolgte in Oberweimar die Gründung der Betriebssportgemeinschaft Einheit des VEB IKA Elektroinstallation Oberweimar. Die Mitglieder der Sportgemeinschaft Oberweimar beschlossen einstimmig, sich der BSG Einheit anzuschließen.
  • Am 16. Juli 1949 wurde in der Gaststätte „Zur Linde“ in Ehringsdorf die Abteilung Kegeln gegründet.
  • 1951 wurde die BSG Einheit in BSG Motor Süd Oberweimar umbenannt
  • Erste Erfolge in der Nachkriegszeit – Gewinn der Kreismeisterschaft 1953

    Parksportplatz
  • Wiederherstellung des Sportplatzes Falkenburg 1955

    Sportler der BSG Motor Süd Oberweimar beim Nationalen Aufbauwerk
  • Vereinsfreundschaft mit Alemannia Hutten:
    Freundschaftliche Vergleiche 1955, 1957 und 1962 auf der Falkenburg
    1959 Gegenbesuch in Hessen
  • Gewinn der Kreismeisterschaft 1963 und Aufstieg der 1. Mannschaft in die Bezirksklasse, in der nun ununterbrochen bis 1973 und ab 1974 bis 1985 erfolgreich gespielt wurde. Ab 1965 Harald Irmscher Trainer der 1. Herren, der Leo Jensen ablöste
  • 1969 gab es folgende Mannschaften
    1. Männer (Heinz Irmscher)
    2. Männer (Rolf Nasse)
    Alte Herren
    Jugend (Schlövogt und Rötsch)
    Schüler (Ernst Rippin)
    2 Knaben (Ernst Rippin, Hyna)
    Kindermannschaft
  • endgültiger Abstieg aus der Bezirksklasse nach der Saison 1984/85
  • letzte sportliche Höhepunkte im Nachwuchsbereich unter Trainer Fred Dittmann Anfang bis Mitte 1980-er Jahre
  • 1986 nur noch eine Knaben-, eine Jugend- und eine Juniorenmannschaft
  • 1989 gab es keine Nachwuchsteams mehr, nur noch die zwei Herrenmannschaften waren aktiv
  • Im Frühjahr 1990 endete nach fast 45 Jahren die Periode der Betriebssportgemeinschaft Motor Süd Oberweimar

VfB Oberweimar (ab 1990)

  • Am 9. Juli 1990 wurde der Sportverein VfB Oberweimar e.V. als Rechtsnachfolger der BSG Motor Süd Oberweimar gegründet. Gleichzeitig erfolgt eine Fusion mit dem 1. VFC Rot-Weiß Oberweimar
  • Am 1. Januar 1991 Aufnahme in den Landessportbund Thüringen.
  • 1993 hat der Verein 102 Mitglieder inklusive 23 Kegler und 13 Nachwuchsfußballer. Es gibt 2 Herrenmannschaften und ein Kegelteam
  • Die Saison 1995/96 endete mit dem Abstieg der ersten Herren in die 2. Kreisklasse
  • 1998 erster Titel im Nachwuchsbereich mit dem Gewinn der Hallenkreismeisterschaft
  • Für die Saison 2001/02 verfügte der VfB Oberweimar erstmalig über Fußballmannschaften in allen Altersklassen
  • 2005 nimmt erstmals ein Mädchenmannschaft des VfB Oberweimar an einem Turnier teil
  • 2007 werden die C-Juniorinnen Thüringen-Meister unter Trainer Klaus Braunholz
  • Von 2014 bis 2016 gab es mit Lacrosse eine dritte Sportart neben Fußball und Kegeln
  • 2016 erzwungener Rückzug von der Falkenburg
  • 2017 und 2018 Teilnahme der C-Juniorinnen unter Trainerin Stephanie Vopel an der Futsal-Meisterschaft des Nordostdeutschen Fußballverbandes (NOFV)

  • 2019 Fusion mit dem KC Handwerk
    Der VfB Oberweimar hat nun über 500 Mitglieder und kann nun die Kegelbahn des Handwerks als Heimstätte des Vereins nutzen


Auf die Auflistung der Quellenangaben wurde aus Gründen der besseren Lesbarkeit verzichtet. Die Quellen sind in unserer Vereinschronik dokumentiert.