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VfB Oberweimar

Der Fussballverein für Kinder und Jugendliche

Oberweimar

Oberweimar ist ein am 1.10.1922 eingemeindetes Dorf am südlichen Stadtrand von Weimar. 

Es liegt am rechten Hang des Ilmtals und erstreckt sich vom Fluss bis zur 1876 in Betrieb genommenen Bahnlinie Weimar-Gera (mit dem Bahnhof Oberweimar). 

Die oberen Teile im Gebiet Bodelschwinghstraße/Martin-Luther-Straße und um die Straße an der Hart wurden erst 1936/38 durch die Gagfah (Gemeinnützige Aktiengesellschaft für Angestellten-Heimstätten) einheitlich mit 139 ein- und zweigeschossigen Doppelhäusern bebaut. Der alte Ortskern liegt unmittelbar an der Ilm und mit dem Plan als räumliches Zentrum. Von hier führt die vierbogige Steinbrücke über den Fluss.

0berweimar gehört zu den ältesten Siedlungsgebieten in Weimar (belegt durch Funde aus der Jungsteinzeit) und bildete schon vor der Stadtgründung neben der Burg und dem Jakobshügel den dritten mit dem Namen Weimar verbundenen Siedlungskern. Es wird angenommen, dass sich hier von alters her ein Flussübergang befand und im Zuge der von Bonifatius eingeleiteten Kirchenorganisation Thüringens im 8./9. Jahrhundert ein Pfarrsprengel mit Kirche entstand. Gesicherte Nachrichten gibt es jedoch erst aus dem 13. Jahrhundert.

Unter der Ortsbezeichnung Oberenwimare erwähnt eine Urkunde von 1244 das wohl kurz vorher gegründete Nonnenkloster. Es lag südlich des Plans an der Ilm (beim heutigen Klosterweg). Seine erste Kirche wurde 1281 St. Peter und Paul geweiht, aber bald durch einen größeren Neubau ersetzt, der 1361 vollendet wurde. Dieser einschiffige Bau von beträchtlicher Länge ist auf uns überkommen.

Das gotische Portal an der Südseite enthält ein Tympanon aus dem Vorgängerbau mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts. Im Inneren ist der Grabstein des Grafen Friedrich von Orlamünde und seiner Frau von 1365 bemerkenswert. Der Turm wurde 1516/18 angefügt.

Seit der bereits 1525 erfolgten Auflösung des Klosters dient die Kirche als Pfarrkirche der Gemeinde. Das Walmdach und die barocke Ausstattung entstanden in den dreißiger Jahren des 18. Jahrhunderts unter Johann Adolf Richter. Von den Klostergebäuden ist kaum etwas erhalten.

Neben dem Klosterspeicher sind es nur Mauerreste im Pfarrhaus und in den Wirtschaftsgebäuden am Fluss. Aus der ursprünglich hier gelegenen Ölmühle war 1546 eine Papiermühle hervorgegangen, die bis 1925 bestand (daher wohl die Bezeichnung „Papierbach" für das von Osten her an dieser Stelle in die Ilm fließende Gewässer). Der ehemalige Klosterwirtschaftshof wurde später als Kammergut weitergeführt.

1906 wurde ein Elektrizitätswerk gebaut, und 1907 auf dem linken Ilmufer die Elektrotechnische Fabrik J. Carl eingerichtet. In 0berweimar befindet sich das Deutsche Bienenmuseum.


Bienenmuseum


ehemalige Fleischerei & Pension Lemser


Am Plan